exhibitions       artists      news       gallery   imprint   


Armin Baumgarten

German, born 1967, Braunschweig, lives and works in Düsseldorf


Bilder und Skulpturen (2012)


"Ich arbeite durchaus gegen das Material und seinen Widerstand an.
Während des Prozesses von Schichtung, Abtragen und erneuter Schichtung
befreie ich die Form von Nebensächlichem.
Es geht mir nicht um das individuelle Abbild, sondern um den Archetyp -
nicht um die Person, sondern um den Menschen"



Halbfigur S2/2006 Bronze,45,5cm
Figur S2/2011 Bronze, 212 cm
Kopf S2/2004 Bronze, 39,5cm
Figur S2/2007 Bronze, 68 cm
Figur S6/2010 Bronze, 88,5 cm




Köpfe und Figuren





„Figur, Kopf und Berg: Drei Formen, die mir zu einer unerschöpflichen Quelle neuer Bilder geworden sind – auf dem Weg durch die Malerei hindurch zum Thema Mensch, zum Thema Natur“ beschreibt Armin Baumgarten seine Inspiration.

Seit Jahren bedient sich Armin Baumgarten den Konturen von Figur (Halb-, Dreiviertel-, Ganzfigur), Kopf und Berg, welche für ihn die geometrischen Formen von Bogen, Kreis und Dreieck widerspiegeln und die er im Bildraum so zu platzierten versucht, dass sich über die Brechung und Auflösung der Konturlinien ein kontinuierlicher Übergang zum Hintergrund ergibt, ein Zerfließen zwischen Motiv und Bildfläche, welches zu Lasten der Linie die Farbe in ihrer Ausdruckskraft für die Malerei hervorhebt. Das Motiv ist dabei nie realitätsbezogen, zeigt keine konkrete Person oder Landschaft. Obwohl Farbe, sowohl von ihrer Materialität, als auch von ihrer Vielfältigkeit und Ausdrucksstärke im Vordergrund seiner Arbeiten steht, ist nicht die expressive Wiedergabe des Motivs oder eine Modernisierung des Expressionismus von Interesse, vielmehr geht es Armin Baumgarten um den organischen Schaffungsprozess von Malerei per se. Während der Entstehung durchlaufen seine Bilder multiple Metamorphosen, sowohl in Form als auch in Farbe, bis der Maler nach mehrmonatiger Auseinandersetzung mit der Leinwand ein Bild als fertig akzeptiert. Dies reicht soweit, dass ein ursprünglich in grün gehaltenes Bild, als dominierend rotes endet. Während die ersten Schichten des Farbauftrages ohne Skizierungen noch flüssig und transparent auf die mehrmals grundierte Leinwand aufgetragen werden, folgt eine zunehmend pastose Verarbeitung von Farbe, welche bis hin zur manuellen Modellierung reicht und zu zahlreichen ineinander verwobenen Farbschichten führt. Diese werden wiederholt abgetragen, verändert und erneuert, bis sich das Motiv aus der Dynamik des Farbauftragens heraus zentral verdichtet. Hier zeigt sich die Vielfalt von Primär- und Sekundärfarben, welche die Auflösung zwischen Motiv und meist eher monotonen Hintergrund weiter hervorheben. So ergeben sich Arbeiten, welche an der kritischen Grenze zwischen figurativer und abstrakter Malerei oszillieren.



"Body, head and mountain: three forms that became an inexhaustible source for new images - on the way throughout painting to the matter of human, to the matter of nature." Armin Baumgarten stated once.

Over the past years, Armin is using the contours of the three forms of body (half-, threequarters- and full-body), head and mountains to place them into space while breaking the lines of the contours to a subordinate, allowing colours, primary and complementary, to become the major expressiveness of his works. Although Armins interest is neither the expressive content of the motif, nor any sense of modern expressionism, moreover his task is the creative process of painting per se. Each painting and sculpture undergoes numerous metamorphoses in both - form and colour - over several weeks of intensive work until the artist himself excepts a painting to be finished. He starts by applying paint directly onto the canvas without any first sketching. The first layers of oil are thin and transparent. Over time, the paint becomes more and more pasty to a degree that focally reaches the quality of a semiplastic. The numerous layers of paint are modelled and interwoven, scraped away and painted over again. Within this process a painting that may have started primarily in green, may finish in colours dominated by red. Particular in pasty areas, Armin is using his fingers to mix and apply paint on the canvas in order to be closely linked to tactile quality of paint and to model the paint on the canvas in a way a sculptor may act. On the other hand, while forming a sculpture, Armin is using more of painters approach. In doing so, the developing processes for painting and sculpture stepwise merge together and become identical features. Even many paintings may be dominated by one or two colours from distant view, at a closer lock, they appear extremely multicolourful. In areas, in which the circumference of the underlying form is broken, the multicolour aspect further supports the dispersal between motif and background. Thus, his work oscillates at the border between figurative and abstract art.


Vita

1967              geboren in Wolfsburg

1989-1995    Studium der Malerei an der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig

1994              Beginn der Beschäftigung mit dem Thema Kopf

1995              Diplom Freie Kunst

                      Gründungsmitglied der Malergruppe „Konvention“ (bis 1997)

1996              Meisterschüler von Prof. Hermann Albert, Braunschweig

1997              Stipendium des Vereins Künstlerhaus Meinersen e.V., Meinersen

2002              Beginn der Beschäftigung mit dem Thema Berg

2003              Erste Plastiken und Figuren-Bilder


2007              Kreuzbild für die Tersteegenkriche in Düsseldorf-Golzheim



Einzelausstellungen / Solo exhibitions (Auszug / selection)


2012               Bilder und Skulpturen, Galerie Winter, Wiesbaden

                       Bilder und Skulpturen, Galerie Nütt, Dresden

                       Bilder und Skulpturen, mbf-kunstprojekte, München

2010              Malerei und Skulpturen, Sparrkassengalerieder Stadt Schweinfurt

                      Kopf, Galerie Lehnert, Mainz

2009               Malerei und Skulptur, mbf-kunstprojekte, München

2008               Malerei und Skulptur, Martin-Leyer-Pritzkow-Ausstellungen, Düsseldor

2007               Bilder und Skulpturen, Galerie Winter in der Georg-Müller-Stiftung, Eltville

                       Menschen Bilder, Tersteegenkirche, Düsseldorf

                       Menschen Bilder, Haus Meerkatze, Königswinter

2006               Köpfe und Figuren, mbf-kunstprojekte, Freiburg

2004               Menschenbilder, Galerie Kabuth, Gelsenkirchen

                       Köpfe und Berge, Galerie Winter, Wiesbaden

2003               Galerie Winter in der Georg-Müller-Stiftung, Eltville

                       Galerie Kämpf, Basel (mit Jim Delarge und Neil Tait)

2002               Galerie Winter, Wiesbaden (mit Stephen O’Driscoll)

                       Galerie Frank, München

2001               Neue Werke, Martin Leyer-Pritzkow Ausstellungen, Düsseldorf

1999               Galerie DE, Düsseldorf

1998               Martin Leyer-Pritzkow Ausstellungen, Düsseldorf

1997               Bilder und Zeichnungen, Künstlerhaus Meinersen



Gruppenausstellungen / group shows (Auszug / selection)


2011

Mapping the Wor(l)d, TheArtSpace, Düsseldorf

Farrago 2011, mbf-kunstprojekte, München

2010

Blau, Galerie Winter, Wiesbaden

2009

Papier, Galerie Winter, Wiesbaden

Art Karlsruhe, Messebeteiligung mit Galerie Winter

Skulptur, Galerie Winter, Wiesbaden

Kopf, Galerie Keller, Mannheim

2008

Natur und Konstruktion, Galerie Königsblau, Stuttgart

contemporary art ruhr, Messebeteiligung mit Galerie Kabuth, Essen

2007

Kunstsommer 2007, Galerie Königsblau, Stuttgart

„40 x 30“,  Orangerie Schloß Benrath, Düsseldorf

Zusammen Kunst, Galerie Winter/Kunsthaus Wiesbaden, Wiesbaden

2006                         

Ballkünstler-Künstlerball, Kunstverein Gelsenkirchen, Kokerei, Dortmund, Domforum,

Köln, Landtag, Düsseldorf

Junge Kunst, Galerie Königsblau, Stuttgart

10+10=11, MMI-Akademie, Riddagshausen

Accrochage, Galerie Königsblau, Stuttgart

Kopf-Porträt, Symbol, Zeichen, Galerie Moderne, Bad Zwischenahn

2005              

Art Frankfurt bei Galerie Winter, Wiesbaden

„40x 40“,Galerie Kabuth, Gelsenkirchen

2004              

Tete á Tete, Galerie Netuschil, Darmstadt

Kopf, Galerie Winter, Wiesbaden

2003

Paravent-Project, Stiftung Starke, Berlin und Galerie Eikelmann, Düsseldorf

2002                         

Junge Figurative, Museum Mönchshaus, Goslar

Kopf und Maske, Galerie Fahrenhorst, Hameln

3ième Salon des Arts Modernes, Sélection Internationale, Eupen

Villa Romana 2003, Museum Morsbroich, Leverkusen

Streit der Maler, Martin Leyer-Pritzkow Ausstellungen, Düsseldorf

2001

Junge Figurative, Ketterer Kunst, Carolinenpalais, München

Sélection Internationale, 2ième Salon des Arts Modernes, Eupen

2000              

Due Dimensioni, Il Pesceria di Nuovo, Rovigo

Sélection Internationale, Salon des Arts Modernes, Eupen

1999              

Forum für junge Kunst, Rathaus, Burscheid

1998              

Junge Künstler aus Wolfsburg, Rathaus Wolfsburg

Due Dimensioni, Accademia di Belle Arti di Venezia, Venedig

1997

5. Ausstellung zur Förderung junger Künstler aus der Bundesrepublik Deutschland,

Gästehaus Petersberg, Königswinter

Konvention, Städtische Galerie Haus Eichenmüller, Lemgo

Künstlerhaus Meinersen, Kunstverein, Gifhorn

1996

Konvention, Kunsthalle Braunschweig

Karl-Schwesig-Preis, Städtisches Museum, Gelsenkirchen

Konvention, MMI-Akademie, Riddagshausen

Meisterschüler 96, Kunsthalle, Braunschweig

1993

Handzeichnungen, Weißer Saal des Staatstheaters, Braunschweig


weitere Informationen unter / more information under www.arminbaumgarten.de