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Franziska Kneidl

German, born 1967 in Bochum, lives and works in Frankfurt a.M.







Franziska Kneidl liebt das große (Hoch-) Format – 260 auf 180 cm oder 210 auf 175 sind die Regel, nicht die Ausnahme – und sie liebt das Zusammenspiel zwischen Zufall und Gewolltem.

Das figurative Element aus Ihrer Zeit an der Städelschule bei Prof. Christa Näher fallen gelassen, beschäftig Sie sich seit mehreren Jahren fast ausschließlich mit einer Grundform – dem Kreis, was den Einfluss von Ian McKeever erkennen läßt, den Sie für ein Jahr als Professor hatte. Gleichsam reduziert ist Ihr Farbspektrum meist zwischen weiß, grau und schwarz liegend und nur gelegentlich ein zurückhaltendes Violett, Gelb, Grün oder Goldbraun durchschimmern lassend. Doch gerade durch diese Reduziertheit in Farbe und Form gelingt es Franziska Kneidl beeindruckende galaktische Farbräume zu schaffen, welche nicht durch das große Format bestechen, sondern vielmehr das Auge auf die Detailvielfalt der sensibel abgestuften Mikrostrukturen lenkt. Ihre an den Pinselspuren nachvollziehbar bewusst von Künstlerhand gezogenen Kreislinien grenzen sich von einander ab, überlagern sich oder schmelzen zu lakunen-artigen Farbseen in einer Art zusammen, welche an den dynamischen Mischprozess chemischer Flüssigkeiten unterschiedlicher Dichte und Konzentration denken lässt. Die konventionelle Trennung zwischen subjektiv gewollter, sich objektiv ergebender oder gar zufällig entstandener Bildpartie findet in Franziska Kneidls Bildern eine energetische Verschmelzung. Diese Farbladungen vereinnahmen den Betrachter in lustvoller Direktheit, gleichzeitig lassen sie ihn eintauchen in eine poetisch-geheimnisvolle Welt der Malerei.



Vita


1967             geboren in Bochum, aufgewachsen in Berlin

1988-1991    Lehre als Theatermalerin an den Münchner Kammerspielen, München

1991-1992    Theatermalerin an der Staatsoper Unter den Linden, Berlin

1992-1998    Hochschule der Bildenden Künste, Städelschule, Frankfurt a.M. in der Klasse von Prof. Christa Näher

2006             Stipendium des Lions Club Frankfurt für das Jahr 2006 (Jury: J.C.Ammann, Klaus Gallwitz et.al.)



Ausstellungen (Auswahl)


2007
Circels, Spirals and Baozi“, Rauminstallation zusammen mit Paul Schwer, Verein zur Förderung künstlerischer Projekte mit gesellschaftlicher Relevanz e.V., Bellevue-Saal, Wiesbaden

2005  
Franziska Kneidl – Zusammenhänge VII – mit Paul Schwer“, Galerie Karl Pfefferle, München
Schwarze Löcher“, Ausstellungshalle Schulstraße 1a, Frankfurt a.M

2003  
Von Land zu Land“, 1822 Forum, Frankfurt a.M.

2002  
Wandmalerei“, Einzelausstellung in der Galerie Karl Pfefferle, München

Zwei Bilder für einen Raum“ Einzelausstellung bei Frida Grau, Frankfurt a.M.

2001  
gilt“, Gruppenausstellung Kunstraum B2, Leipzig

1999 
Elegant Underground 2“ Gruppenausstellung in der Ausstellungshalle der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt a.M.

1998  
60 Arbeiten auf Papier, von Picasso bis Rehberg“, Gruppenausstellung in der Galerie Karl Pfefferle, München

Elegant Underground“, Gruppenausstellung Kunstraum M. Barrax, Frankfurt a.M.

Stuttgart, 17.7.1956-Salem (WIS)/USA, 3.3.1977“, Gruppenausstellung Portikus, Frankfurt a.M



Franziska Kneidl is creating galactic clusters of circles in radically reduced colors that coalesce to huge often black-white-gray color spaces. Each circle demonstrates the cognizant and volitional traces of paintbrush as accomplished by the artists hand. On the other hand, the circles flow together or gradually interfere with each other in a way that remains one of chemical fluids with varying specific gravity and concentration forming self organized structures and contours. Thus, Franziskas paintings offer an interaction between subjective intention, objectively recognized geometrical forms and haphazardly arisen color fields. Although reduced in colorfulness, or perhaps exact because of that, her paintings fascinate in an impulsive immediacy and also imply a poetic-mysterious depth, that tickle the viewers eyes to explore the microstructures of the painting and to plunge into the world of painting and its genuine relations.



Education

1988-1991 training as theater painter at the Munich Kammerspiele, Munich

1991-1992 theater painter at the Staatsoper Unter den Linden, Berlin

1992-1998 Institute of Art, Städelschule, Frankfurt a.M. at the class of Christa Näher, and in 1993 with Ian McKeever