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Felix Rehfeld

German, born 1981 in Niederzeuzheim, lives and works in Munich



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Felix Rehfeld beschäftigt sich mit der Malerei von Malerei. Seine mittel- bis großformatigen Arbeiten wirken auf den ersten Blick wie virtuose fotorealistische Landschaftsmalerei, quasi ein Natur-Pondon zu den Städteszenen der 70-ger Jahre eines Richard Estes. Sie bilden grüne Wiesen, braune Felder, leicht erhabene Hügel oder steile Bergspitzen ab. Immer wieder bedienen Sie das Klischees der Romantik wie den Blick in die unendliche Weite des Horizonts. Obwohl seine Sujets der Natur entnommen sind, geht es Felix Rehfeld um nichts weniger als um eine naturgetreue und wirklichkeitsnahe Wiedergabe von Naturstimmungen. Seine „Landschafts- und Berg-Bilder“ sind keine Farbkompositionen von Landschaften, sondern Landschaften von Farbkompositionen. Initial in ihrem Entstehungsprozess gehen sie auf pure Farbmassen aus Öl zurück, welche der Künstler skulptural modelliert und mit einem flachen Hintergrund in Korrelation setzt. Das Widerspiel aus pastosem Vordergrund und planem Hintergrund wird unter verschiedenartigen Lichteffekten in Szene gesetzt und aus unterschiedlichen Perspektiven photographiert. Das zweidimensionale Ergebnis dient als Vorlage einer zeitintensiven Übertragung auf die Leinwand. Nicht die projektorische Übernahme von Konturen, sondern eine traditionelle, ausschließlich auf der visuellen Wahrnehmung beruhende van Eycksche Malerei kommt hier präzise zur Anwendung.

Natürlich ist das Zusammenführen der künstlerischen Handhabung von Skulptur, Photographie und Malerei ein raffiniertes technisches Momentum, doch soll nicht die Arbeitsweise per se beeindrucken, sondern die sensible Auslotung der Vielschichtigkeit von Farbe thematisiert werden. Farbe, sowohl in ihrer Materialität als auch in ihrer Gestik, steht im Zentrum von Felix Rehfelds Malerei. Die mikroskopischen Feinheiten ihres Ductus wie kleinste schattige Vertiefungen, kantige Einschlüsse oder zipfelige Ausziehungen werden genauso registriert und auf Großformat amplifiziert wie subtile Reflexzonen konvexer Farbwülste. Durch kulissenartige Staffelung seiner Ölmodelle evoziert der Künstler Räumlichkeit. Die Gegenständlichkeit von Farbe wird dabei meist völlig unpastos in ein bis zwei Malschichten alla prima wiedergegeben.

Auch wenn Farbe die Essenz von Felix Rehfelds Malerei ist, so geht es ihm nicht um den Anspruch im streng abstrakten Sinne „Malerei selbst“ zeigen zu wollen. Vielmehr ist es die bildliche Erscheinung von Farbe, ihr Ausdrucksgewinn von der reinen Materie über die photographische Inszenierung zurück zum malerischen Bild. So wird Farbe selbst zum Sujet seiner Bilder und verdeutlicht die Position von Malerei, die grundsätzlich alles naturgetreu abbilden kann, jedoch nichts zu ersetzten vermag. Selbst die Malerei von Farbe bleibt das Abbild von Farbe, obwohl Ausgangs- und Darstellungsmaterial identisch sind. Entscheidend ist der Transformationsprozess, den Felix Rehfeld in seiner Malerei zentrale Bedeutung zu kommen lässt.



Felix Rehfeld is focusing on the concept of painting painting. His works originate from pure paint and end as classic oil paintings. The sujets he is using often belong to landscapes with an approximation to very classic romantic scenes such as mountains wafted in fog or gleaming in sunset. At the very first procedural step, Felix is forming a threedimensional sculpture out of masses of paint. These models are photographed under intensive spotlights from varying directions in order to highlight the reflexting contours of the pasty paint. The resulting photography serves as a model picture that becomes transferred to canvas in a time consuming traditional van Eyck-like fashion just by using the eyes without any further technical support. Felix intent is the amplification of effects that paint can produce as a pure material, such as reflection zones in areas of paint bulges, cracks and furrows due to the drying process of paint as well as the gestual and ductual lines of brushstrokes. Thus, his paintings are a microscopically interpretation of the topography of paint.



Vita


1981               geboren in Hadamer/Niederzeuzheim

                       born in Hadamer/Niederzeuzheim

1997-2000     Ausbildung zum Tischler, education as carpenter

2002-2003     Studium der freien Kunst an der FH Ottersberg, Hermanus Westendorp

                       Fine Art course at FH Ottersberg, Hermanus Westendorp

2003-2008     Studium der freien Kunst (Malerei) an der Hochschule für Künste in Bremen, Klasse Prof. Karin Kneffel

                       Study of painting, University of Fine Art Bremen, class Prof. Karin Kneffel

2007              Diplom in Malerei, diploma in painting

2008-09         Meisterschüler von Prof. Karin Kneffel, Akademie der Bildenden Künste, Ludwig-Maximilians Universität München

                       Master class pupil of Prof. Karin Kneffel, Academy of Fine Arts, Ludwig-Maximilians University, Munich, Germany

                       


Preis und Stipendien / Awards and scholarships


2007             Logenpreis der Hochschule für Künste, Bremen

                     Loge price, University of Fine Arts, Bremen, Germany

2005             Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes

                     Scholarship Studienstiftung des Deutschen Volkes

                      Nominierung für den Preis Nordwestkunst und den Thales-Förderpreis, Kunsthalle Wilhelmshaven

                      Nomination for North-West-Art price and Thales-Scholarship award, Kunsthalle Wilhelmshaven, Germany



Einzelausstellungen / solo exhibitions


2009               Frühe Arbeiten, mbf-kunstprojekte, Munich, Germany

2007               Bergbilder, mbf-kunstprojekte, Freiburg, Germany



Gruppenausstellungen / selected group exhibitions


2009

Spring, Bremer Kunstfrühling, Bermen


2008

Kunstsommer, Garage Kunstverein Oberhausen, Oberhausen

Sweet Dreams, class exhibition Karin Kneffel, Städtische Galerie Delmenhorts, Germany

Art Karlsruhe, Galerie Epikur, Karlsruhe, Germany

Auswahlausstellung zum Bremer Förderpreis 2008, Städtische Galerie im Buntentor, Bremen


2007

Realität als Material/reality as material, Galerie Epikur, Wuppertal, Germany

Miteinander, Galerie Gavriel, Bremen

Berge, Diplomausstellung, Galerie der Hochschule für Künste, Bremen

Art Fair Cologne, Galerie Epikur, Cologne, Germany

Liste Köln 2007 mit Galerie Epikur

Art Karlsruhe, Galerie Epikur, Karlsruhe, Germany


2006

Vier Positionen, Burg Kniphausen, Wilhelmshaven


2005

Salon Salder – neues aus niedersächsischen Ateliers, Schloss Salder, Salzgitter

Auswahlausstellung der Studienstiftung des deutschen Volkes, Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Berlin

Nordwestkunst 2005, Kunsthalle Wilhelmshaven


2004

Die Toteninsel, Galerie der HFK-Bremen, Dechanatstraße, Bremen

magnificent 7th, Messezentrum Bremen